dazwischen Werkstatt

  zum einsprechen und einfühlen 

Leipzig, 2016
workshop, audioguide and Installation:

"dazwischen/in/between" exhibition at
the Grassi Museum für Völkerkunde
zu Leipzig

Deutsch:

Die Dazwischen-Werkstatt war ein museumspädagogisches Experiment von Maxie Jost und Sarah Werner, im Rahmen der Sonderausstellung dazwischen/in/between am GRASSI Museum für Völkerkunde, Leipzig. Mehr als 40 Menschen unterschiedlicher Herkunftskulturen haben verteilt auf sechs Termine daran teilgenommen. Aus der persönlichen Auseinandersetzung zum Thema Fluchterfahrung ist ein alternativer Audioguide zu ausgewählten Arbeiten entstanden. Wie fühlen sich Weggehen und Ankommen an? Was bedeutet Heimat für mich? Was erinnert mich daran? Wann und warum fühle ich mich manchmal „dazwischen“? Diesen zentralen Fragen der Ausstellung haben wir uns in Körper- und Bewusstseinsübungen, Erzählungen und Assoziationsspielen angenähert. Den Werkstatt-TeilnehmerInnen wurde dann die Möglichkeit gegeben, ihre persönlichen Geschichten, Eindrücke, Erfahrungen, Reflexionen zu selbst gewählten Arbeiten der Ausstellung einzusprechen. Aus der Sammlung dieser sprachlich wie inhaltlich vielfältigen und teils sehr intimen Aufnhamen wurden Hörstationen erstellt, die vor den jeweiligen Arbeiten positioniert und so für die restliche Dauer der Sonderausstellung Teil davon wurden. In der Dazwischen-Werkstatt wurde das Konzept der musealen und kulturellen Partizipation, der Einbeziehung von BesucherInnen in die Gestaltung der Ausstellung, umgesetzt. 

 

 


English:
The „Dazwischen-Werkstatt“ (inbetween-workshop) was an educational, participatory experiment taking place at the GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig (ethnological museum) within the special exhibition dazwischen/in/between (June 17th – October 16th 2016). More than forty people of different cultural backgrounds participated in one of the six workshops held. Out of the personal examination with the exhibition's topics an alternative audio guide accompanying selected works came into being. How do going away and arriving feel like? What does home mean for me? What makes me think of it? When and how do i sometimes feel „inbetween“? Body and awareness exercises, narratives and association games helped us getting closer to these central questions of the exhibition. The workshop participants then could record their personal stories, impressions, experiences and reflections on works of their choice. Based on the collection of these linguistically as well as textually diverse and partly quite intimate recordings we created audio stations that were placed next to the referring works of art and thus became part of the special exhibition itself.